Der Winter ist die ideale Zeit, um sich ganz in Ruhe einmal der Gartenplanung zuzuwenden.

Winterzeit ist Planungszeit


Dabei muss es gar nicht unbedingt um das große Ganze gehen, auch kleine Veränderungen und Einzelprojekte im Wohn- oder Vorgarten können eine Bereicherung für die kommende Gartensaison sein. Gartengestalter Erik Peters und Gärtner von Eden aus Sonsbeck weiß, worauf es bei einer durchdachten Weiterentwicklung des Gartens in der kalten Jahreszeit ankommt.

Wenn das letzte gefallene Laub aufgesammelt und der Rückschnitt erledigt ist, schließen viele Gartenbesitzer:innen mit ihrem Garten ab und warten auf den Frühling, um sich erst dann wieder ihrer grünen Leidenschaft zu widmen. „Wer seinen Garten liebt, darf sich gern zwölf Monate im Jahr mit ihm beschäftigen“, findet Erik Peters. Mit seinem Betrieb in Sonsbeck gehört er zu den Gärtnern von Eden, einem genossenschaftlichen Zusammenschluss von rund 50 ambitionierten Garten- und Landschaftsbauerinnen und -bauern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich alle auf Planung, Anlage und Pflege individueller privater Gärten spezialisiert haben. Gartenbesitzer:innen können die eher ruhigen Monate im Garten in der kalten Jahreszeit seiner Erfahrung nach für die Weiterentwicklung ihres grünen Paradieses nutzen. „Der Winter ist die ideale Zeit zur Gartenplanung. Zum einen hat man einfach mehr Zeit. Zum anderen zeigt der Garten ohne Laub und Blüten seine Struktur, und es lässt sich einfacher einschätzen, ob etwas verändert werden sollte. Auch Höhenunterschiede sind besonders gut zu erkennen“, so der Experte.

Neues Grün

Doppelhaushälfte mit gemeinsamen Vorgarten, viele Pflanzen und Sitzplätze

Der Winter ist eindeutig nicht nur die Jahreszeit für Gedankenspiele, sondern der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Gehölzen, aber auch Hecken oder Großbäumen. „Für viele Gehölze sind die Wintermonate oder auch das frühe Frühjahr die ideale Pflanzzeit. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass der Boden nicht gefroren ist“, erklärt Erik Peters.

Auch bietet der ruhige Winter eine gute Möglichkeit, ein Kunstwerk oder ein individuell angefertigtes Wasserspiel in den Garten zu integrieren. Solche Hingucker stilsicher auszusuchen, ist allerdings durchaus eine Herausforderung. „Wichtig ist, diese so auszuwählen, dass sich ein harmonisches Gesamtbild ergibt“, weiß der Gartengestalter. Doch nicht für jede Pflanze, ist der Winter der beste Pflanzzeitpunkt. „Stauden sollten besser im Herbst oder Frühling gepflanzt werden, da sie in diesen Zeitspannen besser einwurzeln können.“

Bauliche Elemente

Falls größere Erdarbeiten oder Schnittmaßnahmen geplant sind, können diese im Winter gut vorbereitet werden.

Auch viele bauliche Arbeiten, wie beispielsweise das Verlegen von Bodenbelägen für Terrasse, Wege oder Treppen, lassen sich problemlos jetzt erledigen. Als Baumaterial kann Naturstein, Betonstein oder Klinker zum Einsatz kommen. Wichtig bei der Auswahl ist auch hier: Der Stein sollte zum Stil von Haus und Garten passen. „Heimische Steine sind besonders nachhaltig und gliedern sich in der Regel gut in die Umgebung ein. Die Transportwege sind kurz, die Abbaubedingungen transparent und es ist gewährleistet, dass das Material mit den örtlichen klimatischen Gegebenheiten gut zurechtkommt“, betont Erik Peters.

Gartenplanung im Team, zwei Gartenplaner sitzen im Büro und besprechen einen Gartenplan

Um den Garten immer weiterzuentwickeln muss beileibe nicht der ganze Garten umgekrempelt werden. „Oft reichen auch kleine Veränderungen, etwa die Verbesserung der Gartenbeleuchtung, damit man abends länger auf der Terrasse sitzen kann, oder die Optimierung des Sichtschutzes für mehr Privatsphäre“, nennt der Gärtner von Eden Beispiele. „Das Schöne daran ist: Wer frühzeitig plant, kann seinen verschönerten Garten bereits in vollen Zügen genießen, wenn die eigentliche Saison endlich startet“, fasst Peters zusammen.

Bunte Blumen und Pflanzen in einem Garten, darunter rosa Sedum und rote Geranien.